Research InfoSystem
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FOK-SNP

Scientific Board of the Swiss National Park
Forschungskommisssion des Schweizerischen Nationalparks
Commission d'Etudes Scientifiques au Parc National Suisse


www.nationalpark.ch
Type of Structure: committee / commission
Regional Scope: national in the area: Switzerland / Europe
Parent Organisations: PF-SAP
Child Organisations: FOK-SNP-Biosfera, FoKo-SNP
Duration : 1917 to present
Contact Address: Prof. Norman Backhaus
Geographisches Institut - Human Geography
Universität Zürich
Winterthurerstr. 190 - Irchel
8057 Zürich
Phone: +41 (0) 44 635 51 72 ; +41 (0) 44 635 51 11
FAX: +41 (0) 44 635 68 48
e-Mail: norman.backhaus(at)geo.uzh.ch
URL: http://www.geo.uzh.ch

holding an official function in FOK-SNP

General information and objectives

Nationalparkforschung - ein vielfältiger Forschungs- und Informationsauftrag

Als Mitbegründerin des Schweizerischen Nationalparks hat die scnat die Aufgabe übernommen, die Forschung im Nationalpark zu fördern und zu leiten. Die Verpflichtung für eine dauernde Forschung ist seit Anbeginn in den Nationalparkzielen und seit 1980 auch im Nationalparkgesetz verankert. 1981 wurde die Verantwortung für die Forschung in einem Vertrag zwischen Bund, Pro Natura und scnat auch formell der scnat übertragen.

Mit der Förderung und Leitung der Forschung im Nationalpark hat die scnat die Forschungskommission SNP beauftragt. Die Forschungskommission ist seit ihrer Gründung interdisziplinär zusammengesetzt. In ihr sind alle bio- und geowissenschaftlichen und seit kurzem auch humanwissenschaftliche Fachgebiete vertreten.


Eine spezielle Landschaft - spezielle Forschungsaufgaben

Originellste Aufgabe der Forschung im Nationalpark ist das Verfolgen der natürlichen Entwicklung in dem vom Menschen so wenig als möglich beeinflussten Parkgebiet. Da es sich dabei um Jahrzehnte bis Jahrhunderte dauernde Entwicklungen handelt, steht im Zentrum der Nationalparkforschung die Dauerbeobachtung. Zur Zeit werden rund 30 Dauerprogramme in verschiedensten Bereichen betreut. Unter diesen Dauerprogrammen sind auch direkt oder indirekt durch den Menschen beeinflusste Oekosysteme vertreten (z.B. Restwasserstrecken im Spöl oder stark durch Huftiere beeinflusste Flächen).
Zur Klärung grundlegender Fragen werden die Dauerbeobachtungen gezielt durch Grundlagenforschung (z.B. Nährstofftransport durch Huftiere zur Erklärung der Vegetationsentwicklung) oder Experimente (z.B. künstliche Hochwasserabflüsse zur des Restwasserabflusses im Spöl) ergänzt.

Der Nutzen einer auf die natürliche Entwicklung konzentrierten Forschung liegt u.a. darin, dass ein "unbeeinflusstes" Referenzsystem bezüglich genutzter Gebiete zur Verfügung steht. Um dieses Potenzial zu nutzen, werden wenn immer möglich vergleichende Forschungen in genutzten Gebieten vorgenommen. Die derzeit geplante Umgebungszone bildet in dieser Hinsicht eine grosse Chance für die Parkforschung.

Fragen wie die ökologischen Auswirkungen hoher Huftierdichten, der Landschaftswandel, die langfristigen Konsequenzen von Restwasserabflüssen, die ökologischen und ökonomischen Impacts des Nationalparktourismus, der Stabilität der Oekosysteme hinsichtlich extremer Ereignisse und Klimaschwankungen oder neue Möglichkeiten zur Besucher-Information sind sowohl aus der Sicht der Wissenschaft wie auch des Parkmanagements von Bedeutung und werden prioritär bearbeitet.

Die heutige Forschung kann sich zudem auf umfangreiche Inventare, Karten und Forschungs-arbeiten aus der vergangenen Parkforschung stützen.


Zusammenarbeit und Organisation

Viele der im Nationalpark gestellten Fragen erfordern fachüber-greifen-de Forschung. Es ist eine der wesentlichen Aufgaben der Forschungskommission, interdisziplinäre Forschung anzuregen und zu koordinieren. Die erhebliche Zahl interdisziplinärer Projekte (z.B. Wald-Wild, Rest-wasser, Dauerzäune) ist das Ergebnis diesbezüglicher Anstrengungen in den vergangenen 10-15 Jahren.
Da sich in vielen Schutzgebieten des Alpenraumes ähnliche Fragen stellen, wurde in den letzten 5 Jahren die internationale Zusammenarbeit stark intensiviert, z.B. im Bereich der Wildforschung (Huftiere, Greifvögel), des Tourismus und der Information.

Die vielfältigen Fragestellungen können nur mit breiten Kreis von Spezialisten bearbeitet werden. Die Forschungskommission sorgt dafür, dass ausgewiesene Spezialisten aus Forschungsinstitutionen der ganzen Schweiz Forschungen im Nationalpark durchführen oder als Experten zur Verfügung stehen. Durch die Pflege guter Beziehungen zu den Forschenden, können die direkten Aufwendungen für die Forschung im Park sehr niedrig gehalten werden.

Als Vorleistung für die Forschenden sorgt die Forschungskommission zusammen mit der Nationalparkverwaltung dafür, dass die auswärtigen Forschenden im Nationalpark ein optimales Forschungsumfeld vorfinden. Neben Einrichtungen im Nationalpark gehört hierzu seit 1992 auch ein gut ausgebautes Geographisches Informationssystem mit fachkundiger Betreuung.


Information für Forschung und Gesellschaft

Schliesslich ist eine der wichtigsten Aufgaben der Forschungskommission die Aufarbeitung der Forschungsergebnisse für verschiedene Zielgruppen: Speziell für die Parkbesucher werden seit 1998 regelmässig Faltblätter zu gut sichtbaren Themen herausgegeben (Reihe FOCUS) produziert. Für Nationalpark-Interessierte werden in einer der beiden Jahresausgaben der Nationalparkzeitschrift CRATSCHLA Ergebnisse aus Forschungsarbeiten populär aufgearbeitet. Für die Wissenschaft steht schliesslich die renommierte Reihe "Nationalparkforschung in der Schweiz" mit bisher rund 100 Publikationen zur Verfügung.






For further details, link to the FOK-SNP Home Page

Last update: 4/1/16
Source of data: ProClim- Research InfoSystem (1993-2017)

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