Research InfoSystem
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SGmG

Swiss Geomorphological Society
Schweizerische Geomorphologische Gesellschaft
Société Suisse de Géomorphologie


www.geomorphology.ch
Type of Structure: society / association
Regional Scope: national in the area: Switzerland / Europe
Parent Organisations: PF-Geosciences
Child Organisations:
Duration : 1946 to present
Contact Address: Prof. Nikolaus Josef Kuhn
Geographisches Institut - Physiogeographie und Umweltwandel
Universität Basel
Klingelbergstrasse 27
4056 Basel
Phone: +41 (0) 61 207 36 45 ; +41 (0) 61 207 36 45
FAX: +41 (0) 61 207 07 40
e-Mail: nikolaus.kuhn(at)unibas.ch
URL: http://www.physiogeo.unibas.ch/

holding an official function in SGmG

General information and objectives

Was ist die SGmG ?

Geomorphologie ist die Lehre von den Formen der Erdoberfläche, ihrer Entstehung und Veränderung, den daran beteiligten Prozessen und ihrer Modellierung.

In diesem weiten Feld hat sich die schweizerische Geomorphologie laufend mit wichtigen und aktuellen Aspekten befasst. So haben bereits in den vorigen Jahrhun-derten H.B. de Saussure und L. Agassiz und in der Folge E. Brückner und A. Penck entscheidende Beiträge für das Verständnis der glazialen Landschaften geleistet. Nach der Gründung der SGmG im Jahre 1946 standen vorerst hauptsächlich geo-morphologische Kartierungen im Vordergrund. Neben der Pflege von Spezialgebieten (international bekannt u.a. Arbeiten zur Karstmorphologie und –hydrologie), wurde seit etwa 1960 die Tradition der Quartärforschung in enger Zusammenarbeit mit Nachbardisziplinen (u.a. Datierungsfragen, Vegetationsgeschichte, Paläoböden) wieder aufgenommen und intensiviert. Parallel zu zahlreichen Arbeiten zur Klärung der Vergletscherungsgeschichte zeigte es sich immer mehr, dass auch in den Spu-ren anderer Prozesse wesentliche Informationen zu quartärgeschichtlichen bzw. klimageschichtlichen Fragen stecken. So hat sich im gleichen Zeitraum die Peri-glazial-Geomorphologie (kryonivale und kryogravitative Prozesse) zu einem wichtigen Zweig der schweizerischen Geomorphologie entwickelt, der heute in ange-wandten Fragen (Permafrost) eine bedeutende Rolle spielt.

Seit etwa 1980 hat sich das Betätigungsfeld der Geomorphologinnen und Geomor-phologen noch weiter vergrössert: Das Verständnis der Prozesse, die zur Land-schaftsgestaltung beitragen, das Erarbeiten von Modellen, aber auch konkrete Fra-gen aus der Praxis stehen heute im Zentrum des Interesses. Entsprechend der Vielfalt der Themen haben sich unserer ursprünglich aus der Geographie entstande-nen Vereinigung Vertreterinnen und Vertreter aus weiteren Disziplinen wie Geologie und generell Erdwissenschaften, Kultur-, Vermessungs- und Bauingenieurwesen, Fluss- und Wasserbau, Biologie oder Chemie angeschlossen. Dies Vielfalt belegt, dass viele der Problemstellungen inter- oder transdiziplinär bearbeitet wurden und werden.


Die Geomorphologie verfügt also über einen erheblichen Erfahrungsschatz in dieser modernen Arbeitsweise. Neben institutionell bedingten Traditionen mag es gerade ein Ausdruck dieser Interdisziplinarität der Fragestellungen und der Arbeitsweisen sein, dass die Geomorphologie teils bei der Geographie (deutschprachiger Raum), teils bei der Geologie (vor allem im angelsächsischen Raum) angesiedelt ist. Auch wenn sich aus dieser Situation gelegentlich gewisse Schwierigkeiten ergeben, will die Geomorphologie diese Rolle in einem sich öffnenden Umfeld in Zukunft verstärkt und bewusster wahrnehmen. Ein wichtiger Aspekt bildet die Verbindung von Wissenschaft und Praxis. Während einzelne geomorphologische Projekte nach wie vor eher der Grundlagenforschung zuzurechnen sind, antworten andere direkt auf konkrete, praxisorientierte Fragen von Behörden oder Privaten. Die Ergebnisse und Schlussfolgerungen müssen dementsprechend einer breiten, interessierten Öffent-lichkeit zugänglich gemacht werden. Die Geomorpholgie kann sich dabei den Vorteil zu Nutze machen, dass viele Projekte anschaulich sind und visuell gut umgesetzt werden können.


Einige Beispiele dieser vernetzten Arbeitsweise wurden im Rahmen der SGmG-Jahresversammlung 1997 vorgestellt: Sei es das Problem der Hochwasserentlastung der Gemeinde Samedan, die Untersuchung von Murgängen im Labor oder direkt im Felde, der Klima-Lehrpfad im Oberengadin, verschiedene Permafrost-Studien oder die geomorphologische Kartierung. Entsprechende Artikel zu den Vorträgen der zumeist jungen Geomorphologinnen und Geomorphologen sind in der Mitteilung 158 der Versuchsanstalt für Wasserbau, Hydrologie und Glaziologie (VAW-ETH Zürich), welche die Tagung organisierte, nachzulesen. Interessenten erhalten die Mitteilung bei D. Vonder Mühll (01 632 41 13; vondermuehll@vaw.baug.ethz.ch).


For further details, link to the SGmG Home Page

Last update: 2/8/17
Source of data: ProClim- Research InfoSystem (1993-2017)

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