Schütz Martin

Einfluss von Produktivitäts- und Nutzungsmustern auf die floristische Vielfalt in der Grünland- und Waldsukzession im SNP

Project Number: CH-2503
Project Type: Master
Project Duration: 05/17/2005 - 11/18/2005 project completed
Funding Source: WSL ,
Project Leader: Dr. Martin Schütz
Ökologie der Lebensgemeinschaften
WSL
Zürcherstrasse 111
8903 Birmensdorf
Phone: ; +41 (0) 44 739 25 26
FAX: +41 (0) 44 739 22 15
e-Mail: martin.schuetz(at)wsl.ch
http://www.wsl.ch/info/mitarbeitende/schuetz/index_DE
Metadata: https://www.parcs.ch/snp/mmd_fullentry.php?docu_id=7808

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Research Areas:
Biodiversity

Disciplines:
ecology
general biology

Keywords:
Vegetations- und Huftierökologie
Artenvielfalt
Sukzessionsprozesse

Abstract:
In primären Sukzessionsprozessen aber auch in vielen sekundären wurde während frühen Sukzessionsstadien ein Anstieg der Artenvielfalt beobachtet, eine Optimalphase in mittleren Sukzessionsstadien, gefolgt von abnehmenden Artenzahlen während späten Sukzessionsphasen. Diese Artenzahl-Entwicklung wird in der Regel mit der Entwicklung der Produktivität, bzw. der Entwicklung des Nährstoff-Pools im Boden in Verbindung gebracht, d.h. in mittleren Sukzessionsstadien ist bei mittlerer Produktivität mit der höchsten Artenvielfalt zu rechnen. Im Gegensatz zu primären Sukzessionsprozessen ist die sekundäre Sukzession im Nationalpark durch hohe Produktivität in den frühesten Sukzzessionsstadien (Lägerfluren) gekennzeichnet und abnehmender Produktivität mit zunehmendem Sukzessionsalter. Dieser Produktivitätsgradient wird überlagert von einem Störungsgradienten (Beäsungsintensität von Huftieren), der in frühen bis mittleren Sukzessionsstadien sein Maximum erreichen dürfte. Ziel des Projektes ist deshalb, ein spezifisches für die Verhältnisse des Nationalparks gültiges Modell zu erarbeiten, mit dem die Entwicklung der Artenvielfalt prognostiziert werden kann.

Leading questions:
In primären Sukzessionsprozessen aber auch in vielen sekundären wurde während frühen Sukzessionsstadien ein Anstieg der Artenvielfalt beobachtet, eine Optimalphase in mittleren Sukzessionsstadien, gefolgt von abnehmenden Artenzahlen während späten Sukzessionsphasen. Diese Artenzahl-Entwicklung wird in der Regel mit der Entwicklung der Produktivität, bzw. der Entwicklung des Nährstoff-Pools im Boden in Verbindung gebracht, d.h. in mittleren Sukzessionsstadien ist bei mittlerer Produktivität mit der höchsten Artenvielfalt zu rechnen (Walker et al. 1981). In einem Gletschervorfeld sind beispielsweise in den frühen Sukzessionsstadien unproduktive Rohböden zu erwarten. Nur wenige Pflanzenarten sind fähig, sich hier zu etablieren. Entsprechend ist die Artenvielfalt klein. In späten Sukzessionsstadien haben sich die Böden entwickelt, sind entsprechend produktiv und deshalb waldfähig. Mit dem Aufkommen einer immer dichteren Baumschicht sind wiederum nur wenige speziell an ungünstige Lichtverhältnisse angepasste Arten fähig, sich zu halten und die Artenvielfalt ist deshalb wieder klein (Hodkinson et al. 2003). Nur in mittleren Stadien sind deshalb Verhältnisse vorhanden, die einer Vielzahl von Arten das Überleben ermöglichen. Im Gegensatz zu primären Sukzessionsprozessen ist die sekundäre Sukzession im Nationalpark durch hohe Produktivität in den frühesten Sukzzessionsstadien (Lägerfluren) gekennzeichnet und abnehmender Produktivität mit zunehmendem Sukzessionsalter (Wysser 2004). Dieser Produktivitätsgradient wird überlagert von einem Störungsgradienten (Beäsungsintensität von Huftieren), der in frühen bis mittleren Sukzessionsstadien sein Maximum erreichen dürfte. Auf heute intensiv beästen Dauerbeobachtungsflächen, verdoppelte sich im Park beispielsweise die Artenvielfalt seit Parkgründung (Schütz et al. 2003). Produktivität und Störung gehören zu den meist genannten Faktoren, die massgeblich die Artenvielfalt beeinflussen dürften (Rosenzweig und Abramsky 1993, Houston 1995).

Ziele der Arbeit sind

o die Erhebung der botanischen Artenvielfalt auf 11 ausgewählten vegetationskundlichen Dauerflächen und auf 7 Waldsukzessionsflächen (Diss. Risch), die sich in verschiedenen Sukzessionsstadien befinden,
o die Berücksichtigung verschiedener räumlicher Massstäbe (Flächengrössen)
o die Korrelation der gefundenen Artenvielfalt mit bereits erhobenen Standorts-Parametern und
o die Modellierung der Artenvielfalt aufgrund der gefundenen Zusammenhänge.


Publications:
Bollier R., 2005: Species richness patterns depending on productivity and disturbance in grassland and forest succession in the Swiss National Park. Diploma thesis ETH, 39 S.


Last update: 3/28/18
Source of data: ProClim- Research InfoSystem (1993-2020)
Update the data of project: CH-2503

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