Schütz Martin

Vegetationsentwicklung in Zäunungs-Experimenten im Schweizerischen Nationalpark (Teilprojekt Trophic cascades)

Project Number: CH-4453
Project Type: Master
Project Duration: 05/01/2010 - 10/31/2010 project completed
Funding Source: other ,
Project Leader: Dr. Martin Schütz
Ökologie der Lebensgemeinschaften
WSL
Zürcherstrasse 111
8903 Birmensdorf
Phone: ; +41 (0) 44 739 25 26
FAX: +41 (0) 44 739 22 15
e-Mail: martin.schuetz(at)wsl.ch
http://www.wsl.ch/info/mitarbeitende/schuetz/index_DE

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Disciplines:
general biology
botanics
ecology


Abstract:
Während der Semesterarbeit im Schweizerischen Nationalpark wurden drei Fragestellungen bearbeitet, die sich mit der Vegetationszusammensetzung der Alp Stabelchod in verschiedener Weise auseinandersetzten. Dadurch sollte ein Einblick in die Zusammenhänge zwischen den unterschiedlichen Pflanzenartgarnituren des subalpinen Weidestandortes Alp Stabelchod selbst, Unterschieden zur Vegetation einer unteralpinen Weide, sowie dem Zusammenspiel mit großen Herbivoren (Paarhufern), die auf die Artengarnituren einwirken, gegeben werden. Zum Einen wurde dabei ein Vergleich mit der Vegetation des Standortes Margunet durchgeführt. Danach erfolgte der Vergleich der Vegetationszusammensetzung zwischen den auf Alp Stabelchod festgestellten Kurzgras- und Hochgrasweiden. Diese beiden Vegetations-typen wurden anschließend bei der Frage nach dem Einfluss der Paarhufer auf die Infloreszenzbildung separat angeschaut. Bei den durchgeführten Untersuchungen zur Vegetationszusammensetzung der Standorte Margunet und Alp Stabelchod wurden viele gemeinsame, aber auch einige verschiedene Pflanzenarten verzeichnet. Auf beiden Standorten wird auf eine Beweidung zurückgeschlossen. Die auf Margunet vorgefundenen Pflanzengesellschaften, ähneln zum Großteil denen von Alp Stabelchod, wobei eine größere Variation auf Margunet, durch besondere Standortgegebenheiten, vorkommt. Ein Vergleich der Vegetationszusammen-setzung zwischen Kurzgras- und Hochgrasweiden auf Alp Stabelchod ergab, dass bei den zwei Vegetationstypen, die Kurzgrasweiden eher von krautartigen Pflanzen dominiert werden und Arten die sich dem Verbiss von Huftieren entziehen können stark vertreten sind. Auf Hochgrasweiden, auf denen meist Carex sempervirens dominiert, finden sich eher grasartige Pflanzen wieder. Beide Pflanzengemeinschaften stehen in der Sukzession hintereinander und Übergänge konnten auf den Untersuchungsflächen festgestellt werden. Die Untersuchung des Einflusses von Paarhufern auf die Infloreszenz-Bildung ergab keine signifikanten Unterschiede in der Blütenanzahl, zwischen allen Ausschlussflächen, ohne Paarhufer-Zutritt und Kontrollflächen mit Paarhufer-Zutritt. Eine getrennte Betrachtung Grasartiger und Krautartiger für das Kurz- und Hochgras, zeigte ebenfalls keine signifikanten Unterschiede. Das deutet darauf hin, dass einige Pflanzen gegen Verbiss angepasst sind, oder den Verbiss als Stimulation zur vermehrten Blütenbildung benötigen. Diese Hypothese wäre allerdings noch genauer zu prüfen. Dies könnte durch eine genauere Betrachtung und den Vergleich der blühenden Arten erfolgen. Im Jahr 2009 erfolgten ebenfalls Infloreszenz-Zählungen, auf jeweils drei Teilflächen, im Gegensatz zu nur einer Teilfläche in diesem Jahr. Diese Daten ergaben für das Kurzgras signifikante Unterschiede, zwischen der Blütenanzahl auf Kontroll- und Ausschlussflächen. Ein erneuter Vergleich der in beiden Jahren untersuchten Teilfläche 3, führte zu identischen Ergebnissen, ohne eine Feststellung von Unterschieden in der Blütenanzahl zwischen den Ausschluss- und Kontrollflächen. Somit geht der Unterschied auf die Teilflächen 1 und 5 zurück und scheint flächenbedingt zu sein.


Publications:
Seifert R., 2010: Vegetationsentwicklung in Zäunungs-Experimenten im Schweizerischen Nationalpark. Semesterarbeit, Hochschule Osnabrück.
pdf Bericht


Last update: 7/18/17
Source of data: ProClim- Research InfoSystem (1993-2020)
Update the data of project: CH-4453

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