Backhaus Norman

Wie profitieren Gemeinden von Schutzgebieten? Eine Untersuchung im Schweizerischen Nationalpark/ Biosphäre Val Müstair

Project Number: CH-4484
Project Type: Master
Project Duration: 01/01/2010 - 07/31/2011 project completed
Funding Source: other ,
Project Leader: Prof. Norman Backhaus
Geographisches Institut - Human Geography
Universität Zürich
Winterthurerstr. 190 - Irchel
8057 Zürich
Phone: +41 (0) 44 635 51 72 ; +41 (0) 44 635 51 11
FAX: +41 (0) 44 635 68 48
e-Mail: norman.backhaus(at)geo.uzh.ch
http://www.geo.uzh.ch

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Disciplines:
Legal and Social sciences, Economics
Social geography and Ecology


Abstract:
Zusammenfassung

Im Jahr 1979 wird der Schweizerische Nationalpark zum ersten UNESCO Biosphärenreservat der Schweiz erklärt. Am 2. Juni 2010 hat die UNESCO einer Erweiterung des bestehenden Biosphärenreservates zugestimmt. Der Schweizerische Nationalpark wird durch die Val Müstair erweitert und gemeinsam bilden sie das UNESCO Biosphärenreservat Val Müstair - Parc Naziunal, welches nun teilweise die, seit 1995 geltenden, Richtlinien der Sevilla-Strategie der UNESCO, erfüllt. Damit das Gebiet im Jahr 2013 definitiv zum UNESCO Biosphärenreservat erklärt werden kann, müssen die Anforderungen an die Pflegezone, welche das Kerngebiet Nationalpark umgibt, vollständig erfüllt sein. Zudem verlangt die UNESCO einen Managementplan für die gesamte Biosphäre (BAFU 2010). Die Pflegezone, welche von der UNESCO gefordert wird, soll Gebiete auf der Nord- und Westseite des Nationalparkes umfassen, da diese faktisch ihre Funktion als Pufferzone bereits in hohem Masse erfüllen. Die Errichtung einer solchen Umgebungszone kann nur unter Zustimmung der jeweils betroffenen Gemeinden realisiert werden. Diese Ausgangslage stellte den Biosphärenreservatsrat vor eine neue Problemstellung, da sich bisher die Planung und Zusammenarbeit auf den Schweizerischen Nationalpark und die Val Müstair beschränkte, die Gemeinden, welche in der künftigen Pflegezone liegen, jedoch aus diesem Planungsprozess ausgeschlossen blieben (Schweizerischer Nationalpark 2010b). Im September 2010 sind die Präsidenten der, an den Nationalpark grenzenden, Gemeinden zwischen S-chanf und Scuol über den UNESCO-Entscheid und seine Konsequenzen ausführlicher informiert worden. Sie haben sich grundsätzlich bereit erklärt, „auf den Prozess zur Erfüllung der UNESCO Auflage bis Ende 2013 einzutreten“ (Kanton Graubünden 2010). Über die Grösse des Gebietes auf Engadiner Seite hat die UNESCO nichts Konkretes dargelegt. Nun liegt es an den Gemeinden S-chanf, Zernez, Susch, Lavin, Guarda, Ardez, Tarasp und Scuol zu entscheiden, ob sie sich am Biosphärenreservat beteiligen wollen (Schweizerischer Nationalpark 2010a). In diesen Kontext gliedert sich die Masterarbeit ein. Sie soll abklären, wie die betroffenen Gemeinden vom UNESCO Biosphärenreservat profitieren können. Zudem soll sie aufzeigen, welche Vorstellungen und Hoffnungen, in Bezug auf ihre künftige Entwicklung, durch die Einbettung ins Reservat auf Seiten der Gemeinden bestehen. Weiter sollen auch bestehende Befürchtungen und Ängste aufgezeigt werden.

Leading questions:
This master thesis is concerned with the question of how communities living in the vicinity of protected areas can make profit from these areas. In the centre of this research is the Swiss National Park / Biosphere Müstair and their surrounding villages. The thesis rather focuses on the aims, hopes and desires of village heads and other figureheads of the area than on the creation of monetary values through the park. Since the park is undergoing changes due to the UNESCO’s request for an additional cultivation zone adjecent to ist northern part, it is both important and relevant what the village heads – as representatives of their communities – think about this and how they envisage the future development of their villages and the biosphere including the park. Hence, a qualitative approach is called for, including focused interviews that are subsequently analyzed according to the requirements of inductive (and abductive) coding. The results shall provide the relevant stakeholders with an overview of the wishes and desires but also the fears and constraints that theses communities are facing in the future.

PDF: https://www.parcs.ch/mmds/pdf_public/3835_laely_schutzgebiete_ma_2011.pdf

Publications:
Laely N 2011: Wie profitieren Gemeinden von Schutzgebieten? Eine Untersuchung im Gebiet um den Schweizerischen Nationalpark und die UNESCO Biosphäre Val Müstair-Parc Naziunal (Masterarbeit, Geographisches Institut der Uni Zürich).



Last update: 10/15/15
Source of data: ProClim- Research InfoSystem (1993-2020)
Update the data of project: CH-4484

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