Backhaus Norman

Diskurs über die Katastrophe am Spöl vom 30. März 2013
The media discourse on the Spöl catastrophe March 30. 2013


Project Number: CH-5069
Project Type: Master
Project Duration: 04/01/2014 - 05/31/2015 project completed
Funding Source: other ,
Project Leader: Prof. Norman Backhaus
Geographisches Institut - Human Geography
Universität Zürich
Winterthurerstr. 190 - Irchel
8057 Zürich
Phone: +41 (0) 44 635 51 72 ; +41 (0) 44 635 51 11
FAX: +41 (0) 44 635 68 48
e-Mail: norman.backhaus(at)geo.uzh.ch
http://www.geo.uzh.ch
Metadata: https://www.parcs.ch/snp/mmd_fullentry.php?docu_id=30794

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for which the project has a relevance.


Research Areas:
Landscape

Disciplines:
human and social sciences


Abstract:
Im Schweizerischen Nationalpark ereignete sich am 30. März 2013 ein ökologisches Unglück. In der Folge wurde der Bach Spöl unterhalb der Stauanlage stark geschädigt. Der Bach ist ein Paradebeispiel für eine gute Zusammenarbeit zwischen Naturschutz und Wasserkraftnutzung. Darum wurde das Drama in den Medien breit aufgegriffen. Ziele der Arbeit sind Erkenntnisse: • zur Diskussion über Naturschutz und den Eingriff von Menschen in die Natur • zum Verhältnis der Medienberichterstattung über Umweltkatastrophen zur Expertenmeinung ¥ zur Kommunikation von ökologischen Anliegen Die Medienberichterstattung (Zeitungsartikel, Radio- und Fernsehsendungen Bilder) über dieses Ereignis wurde analysiert. Zudem wurden involvierte Personen interviewt. In den Interviews wurden die gleichen Informationen erfasst wie in der Medienberichterstattung. Mittels der Diskursanalyse wurde der Diskurs um die Katastrophe erfasst. Die Diskursanalyse umfasst die Diskursstränge Mediendiskurs und Expertendiskurs, um die Unterschiede zwischen den beiden auszuarbeiten. Ergänzend zur Diskursanalyse fand die Bildanalyse von Müller-Doohm und die Filmanalyse mittels eines Sequenzprotokolls Anwendung. Die Medienberichterstattung ist stark ereignisbezogen. In den ersten Tagen nach dem Ereignis ist auch eine Dramatisierung und ein Aufschaukeln in den Berichten festzustellen ist. Das nimmt nach der offiziellen Medienkonferenz ein Ende. Die Aussagen der Medienberichterstatter gehen zum Teil weit auseinander. Keine Redaktion lässt sich als besonders dramatisierend/verharmlosend darstellen, sondern die Berichterstatter wechseln sich ab, wenn es um die Definition der Spannweite der Aussagen geht. Auch die Experten waren sich nicht immer einig. Dadurch dass im Fall Spöl verschiedene Interessensgruppen existierten, waren sie vom Vorfall auf unterschiedliche Weisen betroffen. Die Spannweiten der Aussagen zwischen den Experten und Medien waren häufig ähnlich. Die Gemeinsamkeiten zwischen Mediendiskurs und Expertendiskurs lassen sich mit deren gegenseitigen Beeinflussung erklären. Die Eingriffe des Menschen in Gebiete des Naturschutzes werden von Medien und Experten in der heutigen Zeit und mit dem heutigen Lebensstandard als notwendig betrachtet. Aber es sei wichtig Mass zu halten. Für die Befriedigung menschlicher Bedürfnisse brauche es beides: Technik und Naturschutz.

Leading questions:
On March 30. 2013 a sizeable area of the Spöl creek that flows through the Swiss National Park suffered ecologic damage. The creek was and is a examplary for the successful collaboration between nature conservation and the use of water power to generate electricity. Spöl is a well researched water ecosystem and serves as reference for similar projects world wide. The catastrophe that resulted from the silting of the creek by an accident at the Livigno dam was broadly discussed in the media. This research will analyse the media discourse of this event and also the expert discourse of concerned people.

Publications:
Bigler Stephany (2015) Diskurs über die Katastrophe am Spöl vom 30. März 2013. Masterarbeit, Geographisches Institut der Universität Zürich (Leitung: Norman Backhaus)


Last update: 1/26/18
Source of data: ProClim- Research InfoSystem (1993-2020)
Update the data of project: CH-5069

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